
HWW- Symposium in Zürich
HWW- Kongress in Zürich 2011
Im Juni 2011 fand das jährliche „Homeopaths World Wide“ (HWW) – Treffen in Zürich statt.
Die Schweizer HWW –Gastgeber bereiteten ihren Besuchern einen bestens organisierten und sehr angenehmen Aufenthalt im wunderschönen Zürich.
Die Stadt mit ihren alten Häusern, schmiedeeisernen Balkonen und begrünten Dachterrassen, zwischen Bergen am See gelegen, bot ein unvergessliches Ambiente für unser Treffen.
In der Auftaktveranstaltung mit dem Titel: „Homöopathie in der Entwicklungszusammenarbeit –Studien und Erfahrungen“ präsentierten sich HWW und HMSuisse der Öffentlichkeit.
Aba Eklu, Heiler und Homöopath aus Togo, Leiter des neu errichteten Zentrums für integrierte komplementäre Heilweisen (ACPROSA) in der Nähe von Lomé setzte sich kritisch mit der Integration alternativer Therapieverfahren in Afrika auseinander. Diese Fragestellungen sind für die HWW – Mitglieder besonders wichtig und wurden in den Pausengesprächen aufgenommen und weiter vertieft.
Dr. Stephan Baumgartner, Dipl. Physiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der „Kollegialen Instanz für Komplementärmedizin“ (KIKOM) der Universität Bern stellte seine experimentellen Versuchsanordnungen im Rahmen der Grundlagenforschung zur Wirksamkeit der Homöopathie vor. Er fand deutliche Hinweise für die Effektivität der homöopathischen Arzneien.
Wir hoffen, ihn für weitere Vorträge gewinnen zu können.
In unterhaltsamer Art präsentierte Felix Morgenthaler, Co-Präsident des Homöopathieverbandes Schweiz (HVS) seine Erfahrungen im Umgang mit den Medien anhand seines Artikels in der Schweizer Beilagenzeitung „Das Magazin“.
Abschließend forderte er die homöopathische Welt auf, Angriffe gegen die Homöopathie mit Humor zu betrachten und darin die Gelegenheit zu sehen, sie einem breiteren Publikum bekannt zu machen
Über die Herausforderung des interkulturellen Lehrens sprach unsere HOG- Vorsitzende, Elisabeth von Wedel zusammen mit Matthias Strelow, dem Präsidenten von HWW.
Dr. Frederic Rérolle, Präsident der Homéopathes sans frontières France (HSF) stellte Ergebnisse seiner Studie über die homöopathische Behandlung von Nebenwirkungen der medikamentösen Malaria-Therapie vor.
HSF untersuchte in Zusammenarbeit mit der Firma Boiron die Erfolge homöopathischer Behandlungen bei Nebenwirkungen der Chinin-Therapie bei schwangeren Frauen. Die Medikation mit China officinalis zeigte dabei signifikante Erfolge.
Am Samstag und Sonntag fand die HWW- Mitgliederversammlung statt. Repräsentanten aus Madagaskar, Frankreich, Niederlande, Schweiz und Deutschland waren anwesend.
Armenien vertreten durch eine Kollegin wurde als neues HWW- Mitgliedsland aufgenommen.
Als wichtige Voraussetzung zur internen Weiterarbeit und zur Darstellung unserer internationalen Dachorganisation nach außen wurden die gemeinsamen HWW - Ethikrichtlinien auf dieser MV einstimmig verabschiedet.
Nach den vielen Jahren der internen Strukturbildung von HWW können wir uns nun der Zukunftsgestaltung widmen. Als nächstes steht die Vernetzung mit anderen internationalen homöopathischen Organisationen und Interessenvertretungen an.
Außerdem wurden die Gestaltung eines gemeinsamen Ausbildungskonzeptes sowie die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit für HWW geplant.
Z.B. bewirbt sich HWW um Unterstützung durch das Leonardo- Da Vinci– Programm. Dies ist ein Programm der Europäischen Union im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung zur Förderung der transnationalen Zusammenarbeit.
HWW will sich in Zukunft verstärkt um die Bereitstellung von Fördermitteln aus nationalen und internationalen Programmen kümmern. Die hierfür notwendige Vorarbeit ist zeitaufwendig und umfangreich, so dass die Schaffung einer bezahlten Stelle für dieses Projekt notwendig wird. Die Homöopathen ohne Grenzen Deutschland haben dies bezüglich ihre Unterstützung zugesagt, die anderen HWW- Teilnehmerländer werden im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten sich ebenfalls beteiligen.
Im Anschluss folgte die HWW- Vorstandssitzung.
Abschließend möchte ich den Organisatoren von „Homéopathes autour du monde Suisse – HMSuisse“ meinen ausdrücklichen Dank für die gelungene Veranstaltung in Zürich aussprechen!
Jutta Laurentius









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