
Reiseberichte
unsere letzte Reise
Februar 2011
Erdmute Erben, Projektleiterin, berichtet:
Ich habe mich in Sri Lanka mit Robert Müntz von der Firma Remedia verabredet und möchte bei dieser Gelegenheit auch mit Sewalanka unser Projekt zur Laienausbildung konkretisieren. Diese Reise dient also ausschließlich organisatorischen Aufgaben und der Planung weiterer Projekte. Deshalb fliege ich dieses Mal alleine und nur für eine Woche. Sehr kurz für einen Temperaturunterschied von ca. 30 °C und 13 Flugstunden.
Ich treffe Robert Müntz am Morgen des 12. Februars 2011 in Sri Lankas Hauptstadt Colombo. Gemeinsam suchen wir nach Wegen um die Arzneimittelsituation im Land zu verbessern.
Sri Lanka verfügt über kein eigenes homöopathisches Labor. Die homöopathischen Mittel werden hauptsächlich aus Nordindien bezogen. Qualitätskontrollen gibt es nicht, so dass unter den Kollegen der Verdacht besteht, dass viele Kilos unarzneilicher Globuli im Umlauf sind. Mr. Piyasena Gamage, Minister für Indigene Medizin und zuständig für die Homöopathie Sri Lankas, betonte in einem Gespräch mit Matthias Strelow, Vorsitzender von "Homeopaths World Wide", im Mai 2010 sein großes Interesse an einer qualitativen Aufwertung der Homöopathie in seinem Land. Ausdrücklich erwähnte er, dass ihm die Unabhängigkeit von Indien als Einfuhrmonopol und eine Überarbeitung der unklaren Arzneiqualität in Sri Lanka sehr am Herzen liegt.
Und nun sind Robert Müntz und ich in Sri Lanka gemeinsam unterwegs, um nach Möglichkeiten für dieses Anliegen zu suchen. Dr. De Zoysa, homöopathischer Arzt und unser Ansprechpartner für alle Homöopathie- relevanten Angelegenheiten, führt uns auf eine Rundreise durch den Norden des Landes mit kleinen Abstechern in kultivierte Dschungelgebiete. Er will uns Gegenden zeigen, in denen der Anbau von Heilpflanzen noch weitgehend unbeschadet möglich ist.
De Zoysa wurde nach unserem Besuch im Mai 2010 vom Minister ins „Homeopathic Council“ berufen. Die Mitglieder des Councils bestimmen maßgeblich die Situation der Homöopathie in Sri Lanka und erarbeiten zurzeit neue Richtlinien. Als Mitglied des Councils und Homöopath ist er berechtigt, homöopathische Arzneimittel zu importieren und herzustellen.
Ursprünglich war in dieser Woche geplant, dass wir zusammen mit verschiedenen Sri Lankischen Homöopathen unter Leitung von Robert Müntz die Giftblase eines Stachelrochens verreiben. Dafür hatte Dr. De Zoysa bereits Einladungen verschickt und geeignete Räumlichkeiten organisiert. Erst in Negombo erfahren wir von verschiedenen Fischern, dass es zurzeit schwer ist, Stachelrochen ins Netz zu bekommen. Es ist nicht die richtige Zeit. Schade, das Treffen mit den anderen Kollegen wollte ich zum Anlass nehmen, die weiteren Pläne zur Collegegründung zu besprechen.






Diese Seite empfehlen: