
Konzept
Förderung einheimischer Initiativen
Neue Anforderungen nach dem Tsunami
Unser Auftrag in der Zeit der Katastrophenhilfe nach dem Tsunami war klar definiert: Homöopathische Behandlungen der Folgen der traumatischen Erlebnisse und der Probleme, die durch die Lagersituation hervorgerufen wurden. Wichtig war uns hierbei unsere Hilfsbereitschaft den Wünschen der Menschen anzupassen. Als Gäste aus einem wohlhabenden Land bieten wir Ideen und Impulse an, bestimmen aber nicht wie und was davon umgesetzt wird.
Unsere Pläne, dieses Akutprojekt der Katastrophenhilfe gemäß unseres Vereinskonzeptes der „Hilfe zur Selbsthilfe“ in ein Ausbildungsprojekt umzuwandeln, wird durch das Wiederaufflammen des Bürgerkriegs zunichte gemacht. Aufgrund der Sicherheitslage müssen wir im Oktober 2006 unsere Arbeit an der Ostküste einstellen. Es gelingt uns in der folgenden Zeit jedoch neue Kontakte zu knüpfen.
Aufgrund dieser neuen Kontakte unterrichten wir heute nicht selbst in Sri Lanka, sondern unterstützen einheimische Initiativen zur Entwicklung der Homöopathie im Land. Je nach Projekt reicht unsere Unterstützung hierbei von Beratung, der Vermittlung von Kontakten über Anschubfinanzierung bis zur vollständigen Übernahme von Ausbildungskosten.
Von Sri Lankischer Seite wurden wir um Unterstützung bei folgenden Aufgaben gebeten:
1. Homöopathie- Seminare im Community Peraliya Health Center für Homöopathen mit Berufserfahrung unter Beteiligung deutscher Dozenten. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf gegenseitigem fachlichem Austausch.
2. Förderung und Unterstützung einer neuen Fortbildungsreihe, die sich an praktizierende Homöopathen der Ostküste mit wenig fachlicher Vorbildung wendet. Dozent ist Dr. De Zoysa, ein erfahrener Sri Lankischer Kollege. Die Fortbildungen erfolgen unabhängig von HOG, die entsprechenden Kontakte wurden aber von uns vermittelt. Diese Fortbildungen werden bis zur vollständigen Etablierung von uns finanziell unterstützt.
3. HOG unterstützt die Verbesserung der medizinischen Versorgung in den abgelegenen Regionen. In Laienausbildungen sollen Ersthelfer die Grundlagen homöopathischer Erste Hilfe erlernen und in ihren Dörfern anwenden. Sri Lankische Kollegen werden organisiert von unserem langjährigen einheimischen Partner Sewalanka Foundation und mit unserer fachlichen und finanziellen Unterstützung die Laienausbildungen durchführen.
4. Homöopathische Arzneimittel werden bisher über eine einzige private Sri Lankische Apotheke aus Indien importiert, werden meist unsachgemäß gelagert und sind qualitativ oft minderwertig, so dass sie nicht sicher wirken. Auf Wunsch des zuständigen Ministeriums für Indigene Medizin vermittelt HOG hierfür zwischen den Sri Lankischen Homöopathen und Herrn Müntz von der Firma Remedia aus Österreich. Ziel ist ein ausreichendes Angebot an Arzneimitteln, die überall im Land zur Verfügung stehen sollten.
5. Homöopathieausbildung ist in Sri Lanka bisher nicht möglich. Durch Beratung und Vermittlung von Kontakten personeller und finanzieller Art unterstützen wir das Land bei der Gründung eines eigenen Homöopathie Colleges.




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