
Oktober 2011
Am Mittwoch, den 28.9.11 kamen wir nach 34 Stunden Anreise glücklich in La Paz an. Beim Anflug war es schon dunkel und die Stadt lag mit ihren goldenen Lichtern unter uns wie ein funkelndes Schmuckstück.
Schon nach wenigen Schritten auf dem Flughafengelände wurden wir an die Worte im Reiseführer erinnert: „Gehen sie langsam vom Flugzeug zum Flughafengebäude“: 4000 m über NN fordern ihren Tribut! Aber wir sind ja gegen die Höhenkrankheit gerüstet: „Coca“ (als Tee und C30) hilft, die Höhenanpassung gut und schnell zu überwinden
Trotzdem müssen wir zwei Tage einplanen zum Akklimatisieren.
Unsere Übersetzerin Christine Wittenburg, sitzt wegen Streiks und den damit verbundenen Straßenblockaden seit Tagen im Urwald fest. Wir hofften, dass sie irgendwie nach La Paz kommt, denn unser Spanisch ist noch nicht so gut, das wir damit den Unterricht bestreiten könnten....
Wie durch ein Wunder tauchte sie am Freitagabend plötzlich auf!! Zwar etwas angeschlagen, aber guter Dinge – der Unterricht für das Wochenende ist gerettet!
Erstes Unterrichtswochenende 1./ 2.10.11
Unsere Schülergruppe besteht aus 16 – 20 Schülern, die alle sehr motiviert um 10 Uhr zum Unterricht erscheinen. Den letzten Unterricht hatten sie vor zwei Monaten, allerdings mit anderen Lehrern aus unserer Projektgruppe. Unsere Teams bestehen aus jeweils zwei Homöopathinnen. In unserem Fall war Edith vor ca. einem Jahr schon einmal hier, während sie mich noch gar nicht kannten. Da musste man sich natürlich erst einmal beschnuppern.... In der Zeit zwischen den Unterrichtsblöcken mussten sie den vorherigen Unterricht nacharbeiten, hatten Hausaufgaben und sollten jede Gelegenheit nutzen, Homöopathie zu üben, was die meisten auch sehr eifrig getan haben.
Lehrpraxis während der Woche
Inzwischen sind unsere Schüler nach fast zwei Jahren Homöopathie-Ausbildung in der Lage, die Anamnesen mit den Patienten selbstständig durchzuführen. Edith und ich saßen dabei, dokumentierten und leisteten Hilfestellung, wo dies nötig war oder gewünscht wurde.
Dienstag morgens ein Hausbesuch bei einer schwer kranken Patientin. Dabei hatten wir die Gelegenheit, mal in die Häuser zu schauen und zu sehen, wie man in La Paz so lebt - Obwohl es sich nicht um arme Leute handelte, wurde doch deutlich, wie verwöhnt wir in Deutschland sind.




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